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Aktuelles Nachrichten

18.02.2020

Sensibel im Umgang mit Sterbenden

„Tod und Sterben“ ein schweres Thema bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler des Oberkurses Altenpflege der Juliusspital Berufsfachschulen für Pflege. Herausgenommen aus dem Schulalltag und begleitet von den Lehrkräften Hannah Zenglein und Kai Walz setzten sich 18 angehenden Altenpfleger und Altenpflegerinnen zweieinhalb Tage lang in der Benediktushöhe in Retzbach, dem Haus für Soziale Bildung der Diözese Würzburg, mit diesem besonderen Thema auseinander – privat und beruflich.

Wie kann man im Pflegeteam mit der Situation „Tod und Sterben“ umgehen? Was geschieht mit dem Menschen in der Sterbephase, wie geht man mit dieser belastenden Situation für Pflegende und Angehörige um? Wie pflegt man Sterbende und wie geht Kommunikation mit Sterbenden und ihren Angehörigen richtig? Das waren nur einige der Themenschwerpunkte, die besprochen und behandelt wurden.

„Der erste Tag des Seminars ist hochemotional, da sich jeder mit sich selbst und seinen eigenen Erfahrungen auseinandersetzen muss“, erklärt Kai Walz. Ganz wichtig dabei sei der Freizeitausgleich für die Schüler, der ebenfalls in der Gemeinschaft stattfindet. Dabei treffe sich die gesamte Klasse im Aufenthaltsraum um zu kegeln, zu spielen und sich in intensiven Gesprächen auszutauschen. „Das gibt der Klassengemeinschaft, die in dieser Oberstufe ohnehin schon besonders gut ist, noch einen riesen Schub für die letzte Hürde des dritten Ausbildungsjahrs und stärkt den Zusammenhalt“, erklärt der stellvertretende Leiter der Juliusspital Berufsfachschulen.

Das Thema „Tod und Sterben“ wird deshalb in der Oberstufe behandelt, da die Schülerinnen und Schüler bis dato schon einiges an Erfahrung gesammelt haben und „reif“ für dieses besondere Thema sind. Die angehenden Altenpflegefachkräfte nehmen viel von diesem Seminar mit, sowohl was das praktische als auch das theoretische Wissen angehe, sagt Walz. „Aber ich hoffe viel mehr auf das emotionale Wissen und eine Sensibilisierung im Umgang mit Sterbenden und Angehörigen.“

Welche Themenschwerpunkte intensiv bearbeitet werden, erfolgt ausschließlich im Teamteching. Es ist eine Unterrichtsform, bei der zwei oder mehrere Lehrer eine Unterrichtsstunde oder -einheit gemeinsam vorbereiten, durchführen, auswerten und gegebenenfalls weiterführen.

Die Oberstufenschüler haben sehr gut mitgemacht, lobt Walz seine Schützlinge. „Sie waren mit sehr großem Eifer auf einer hohen Vertrauensbasis dabei, da man doch viel von sich Preis gibt.“ Dadurch, dass sie jedoch nicht alleine gelassen werden und auch gemeinsam einige Tage miteinander verbringen, konnten sie die „schwere Kost“ dann doch besser verdauen und auch mit den Lehrkräften sprechen.